Gedanken!
Cover sagen mehr als 1000 Worte

In der vergangenen Woche habe ich damit begonnen mir die neuen Verlagsvorschauen für den Herbst 2014 anzuschauen. Viele Highlights konnte ich bisher nicht entdecken. Verblüfft oder eher schockiert hat mich folgender Fund:

BridgetJoan

- Na, könnt ihr irgendwelche Ähnlichkeiten mit einem aktuellen Roman erkennen?

Ich konnte nicht glauben, was ich da sah. Etwa schon wieder ein neues Buch über Bridget Jones? Keineswegs! Randomhouse war so pfiffig und hat das Cover von Bridget und Joans Tagebuch – Verrückt nach dem Toyboy der Umschlaggestaltung von Bridget Jones – Verrückt nach ihm so nachempfunden, das man beim ersten Blick wirklich davon ausgehen könnte. Vom Titel wollen wir erst gar nicht sprechen.

Inhaltsbeschreibung vom Verlag:
Zwei Tagebücher, achtzig Jahre Freundschaft und

zwei Ladys, so innig verbunden wie Haftcreme und Gebiss.

Getrunkene Tassen Tee: 23 (schlecht); verwendete Teebeutel: 4 (sehr gut); Toilettenbesuche: 12 (guter Durchschnitt) Gestatten: Bridget und Joan, ein Duo wieThelma und Louise auf Elektro mobilen, widerwillig wohnhaft im Zweitbesten Magnolia Seniorenheim und so unzertrennlich wie Gebiss und Haftcreme. Vor den beiden liegt ein höchst ereignisreiches Jahr, das sie in sämtlichen Einzelheiten in ihrem jeweiligen Tagebuch festhalten – auch wenn sie so ziemlich alles völlig unterschiedlich sehen. Nicht zuletzt einen amerikanischen Charmeur, der Bridget gerne zu Mrs Charles »Chuck« Dubois III machen würde. Ein Ansinnen, das die Freundschaft der beiden Ladys auf eine harte Probe stellt.

Für mich ist das ein eindeutiger #Fail. Irreführung des Kunden und Raffgier treffen hier aufeinander. Bei so einem Beispiel ist es nicht verwunderlich, wenn man sich manchmal fragt was Literatur heutzutage noch wert ist bzw. bedeutet. Auch wenn Bridget und Joan durchaus amüsante alte Damen sein können, möchte ich sie bereits jetzt nicht auf dieselbe Stufe mit Bridget Jones stellen. Mr. Darcy wäre empört!

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